Bei Übertragungssystemen mit adaptiver Modulation wird das Modulationsverfahren während des Betriebes den sich ändernden Übertragungsbedingungen (bei Richtfunk: den veränderlichen meteorologischen Verhältnissen) dynamisch angepasst. Das Umschalten zwischen den verschiedenen Modulationsverfahren erfolgt bitfehlerfrei!

In Zeitabschnitten mit problematischen Ausbreitungsverhältnissen wird ein robustes Modulationsverfahren angewandt und dafür eine Reduzierung der Übertragungskapazität in Kauf genommen. Das Umschalten zwischen den Modulationsverfahren wird meist nicht mehr über den Empfangspegel gesteuert (wie bei ATPC weit verbreitet), sondern durch Bitfehlerauswertung vor der FEC (Forward Error Correction).

Adaptive Modulation ist nur bei Richtfunksystemen mit reiner Ethernet- oder gemischter Übertragung (Ethernet und Zeitmultiplexverfahren) sinnvoll. Nur beim Ethernetprotokoll können die über der physikalischen Schicht liegenden Layer die Verarbeitung variabler Übertragungsgeschwindigkeiten steuern.