Die Bundesnetzagentur hat im Dezember 2006 die Versteigerung der Frequenzen durchgeführt. Die festgelegten Mindestgebote für die einzelnen Regionen haben erwartungsgemäß fast alle Interessenten ohne größere Kapitalgeber veranlasst, gar nicht erst anzutreten. Kurz vor Beginn der Auktion haben sich dann auch die beiden größten deutschen Festnetzbetreiber, Deutsche Telekom und Arcor zurückgezogen.

Das Ergebnis war dann auch sehr ernüchternd. Anstatt wie erwartet mehr als 100 Millionen Euro einzunehmen, musste die Regulierungsbehörde fast alle Lizenzen zu Preisen in der Nähe der Mindestgebote vergeben. Das Frequenzpaket D fand bis auf drei Ausnahmen überhaupt keine Abnehmer. Fazit: Den angehenden BWA-Betreibern wurde 56 Millionen Euro Kapital abgezogen, was sie eigentlich dringend für die zu errichtende Infrastruktur gebraucht hätten. Deutsche Telekom und Arcor dagegen können sich die Hände reiben — dank der staatlich verordneten Kapitalvernichtung bei der möglichen Konkurrenz.