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Allgemeine Datensicherheit


 

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Allgemeine Datensicherheit

Die allgemeine Datensicherheit ist kein spezielles Problem von Richtfunkverbindungen. Als Benutzer von Übertragungswegen muss man davon ausgehen, dass prinzipiell alle Telekommunikationsverbindungen „abhörbar“ sind. Lediglich im Grad der dafür erforderlichen kriminellen Energie unterscheiden sich die verschieden Übertragungsmedien voneinander. Am einfachsten stellt sich heute das „Anzapfen“ von Informationsströmen bei WLAN-Anwendungen dar. Durch die massenhafte Verbreitung, geringe Abmessung sowie standardisierte Übertragungsprotokolle der entsprechenden Technik ist der Datenklau ein Kinderspiel für Jedermann.

Kein Übertragungsmedium kann heute ausreichende Datensicherheit in sich selbst gewährleisten. Je nach Sicherheitsbedürfnis muss man deshalb geeignete Verfahren in seine Anwendungen implementieren (z.B.: WPA). Neben solchen softwarebasierten Verschlüsselungsverfahren gibt es auch Hardwarelösungen, die komplette Datenströme so verschlüsseln, dass ein potentieller Angreifer selbst mit professioneller Technik Monate oder gar Jahre für das Entschlüsseln der Daten benötigen würde.

Richtfunkverbindungen unterscheiden sich hinsichtlich der erforderlichen kriminelle Energie zum „Abhören“ kaum von leitungsgebundenen Medien. Die Aufwendungen dafür sind nur anders geartet:

  • Zunächst ist das „Abhören“ nur innerhalb des Funkfeldes möglich — kann also nur von einem Punkt aus erfolgen, an dem zumindest zu einer Station Sichtverbindung besteht. Außerdem darf der Blickwinkel nur wenige Grad von der Senderichtung der „abzuhörenden“ Richtfunkstation abweichen.
  • Für das „Abhören“ sind je nach Entfernung recht großflächige Antennen erforderlich.
  • Man benötigt ein spezielles Equipment, welches auf das „abzuhörende“ System genau zugeschnitten sein muss — denn je nach System werden unterschiedliche Modulations- und Kodierverfahren angewendet. Auch die Übertragungsprotokolle unterscheiden sich von System zu System.
  • Will man nicht nur den Datenstrom aus einer Richtung „anzapfen“, muss man den gleichen Aufwand (auch eine zweite Antenne!) für die Gegenrichtung betreiben.
  • Für das absichtliche „Stören“ einer Richtfunkverbindung ist der gleiche hohe Antennenaufwand erforderlich. Hinzu kommt, dass man ein Mikrowellensignal mit entsprechender Frequenz sowie relativ hoher Leistung erzeugen muss.

Zusammenfassend kann festgestellt werden: Richtfunkverbindungen sind weder zufällig noch mit amateurmäßigen Mitteln angreifbar!

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