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WiMAX


 

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WiMAX — gedacht als drahtlose Alternative zu DSL

Das WiMAX-Zeitalter begann in Deutschland unter der Bezeichnung „Broadband Wireless Access“ (BWA) im Jahr 2007 und ist eigentlich schon wieder zu Ende. Ursprünglich war BWA als kostengünstiger Standard für den allgemeinen, drahtlosen Zugang zum Internet, vor allem für die deutschen DSL-Wüsten gedacht. In diesem Sinne hat die Bundesnetzagentur im Jahre 2006 eine Versteigerung von 4 Frequenzpaketen mit ernüchternden Ergebnissen durchgeführt.

Leider führte dieses geldgierige Vergabeverfahren nicht zur massenhaften Verbreitung von schnellen Internetzugangspunkten sondern lediglich zu Spekulation und zur Vernichtung von Kapital. Inzwischen haben alle erfolgreichen Bieter entweder ihre Lizenzen zurückgegeben oder das WiMAX-Projekt anderweitig beerdigt. Parallelen zum PMP-Desaster sind unübersehbar.

In Sachen WiMAX herrscht in Deutschland mittlerweile Funkstille. Die wertvollen Frequenzressourcen schlummern im Dornröschenschlaf. Die Bundesnetzagentur fand bisher offensichtlich keine Möglichkeit, die Frequenzen einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Vor allem kleine, nur örtlich oder regional eng begrenzt auftretende Dienstleister, könnten damit ihre Angebote deutlich verbessern und einen wichtigen Beitrag zum schnellen Internet für alle leisten. Stellvertretend für viele sei an dieser Stelle das kleine Unternehmen WDSL-Oberlausitz genannt. Mit großem Enthusiasmus und herkömmlicher WLAN-Technik wird dort versucht, auch in die ländlichen Regionen schnelles Internet zu bringen. Wie viel besser könnte das gelingen, wenn man auf die BWA-Frequenzen und professionelle WiMAX-Technik zurückgreifen könnte.


Außeneinheit und Sektorantenne einer WiMAX-Basisstation (Aperto Networks)

Seitens der großen Netzbetreiber dürfte inzwischen kein weiteres Interesse an einer Nutzung der WiMAX-Technologie bestehen. Mit dem neuen Mobilfunkstandard „Long Term Evolution“ (LTE) bietet sich ihnen längerfristig die Möglichkeit, aufbauend auf der vorhandenen Mobilfunkinfrastruktur, drahtlose Internetzugänge mit hohen Übertragungskapazitäten zu vermarkten.

Die meisten Mobilfunkbetreiber haben aber mit ihren überwiegend richtfunkbasierten Transportnetzen — vor allem außerhalb der Ballungszentren — ein ernsthaftes Kapazitätsproblem und können die technisch möglichen Übertragungskapazitäten je LTE-Basisstation nur teilweise anbieten. Eine „echte“, drahtlose Internet-Flatrate via LTE erfordert ein engmaschiges Glasfasernetz und liegt in Deutschland noch in weiter Ferne.

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